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auftritte - umzug + uslompete, triengen

16.02.2010keine kommentare19 fotoskeine videos

so wenig zeit

am güdisdienstag bestellt man bei petrus, oder wie immer der verantwortliche heisst, jeweils schönwetter, da der trienger umzug auf dem programm steht und der zwar auch allein ssso schön ist, aber eben, mit sonne kommt der wahre glanz erst recht zum vorschein. gesagt, getan. die sonne zündete in bester manier vom himmel, als wir uns zum letzten mal in dieser saison zum schminklokal begaben, um noch ein letztes mal die spuren des vorabends zu verwischen und den schönen schein zu wahren. und nochmals zur erinnerung: das echte chluri ist angeschrieben!

danach gab es im pöpp noch eine mütze schlaf zu holen, oder bei den chachelern ein fondue zum zmittag reinzuschletzen oder ein paar letzte dekorationselemente für den umzug zu basteln, schliesslich will man beim heimspiel immer besonders blendend aussehen. noch blendender. nicht möglich, sagen sie? und ob. siehe fotogalerie!

um halb zwei trottete man in richtung bushaltestelle grund und die dortige brunnenlandschaft, um die seele und den kater ein wenig an die wärme zu legen, doch mit schrecken mussten wir feststellen, dass dort schon fremde fötzel herumfläzten. wohin soll denn das noch alles führen, frage ich, jetzt haben wir schon an der fasnacht ein immigranten-problem!? naja. „arrangez-vous!“, heisst es ja immer. wir haben uns dann arrangiert, obwohl wir eigentlich keine nerven hatten. man nippte an einem käfeli vom chrotziwagen, klaubte die ersten zückerli vom asphalt, klatschte dem angeschriebenen chluri zu (angeschrieben, sonst hätte man es nicht erkannt) und auch den brämenständern, weil die dauern uns und wir haben irgendwie immer ein bisschen den eindruck, dass es die viecher doch anscheisst. und dann ging es los. rhythmus!

nach dem gastspiel auf dem rössliplatz, dem beliebten beinschinken und einem ständli bei den chachelern inklusive kafi, konnten wir dann endlich in den coop und uns etwas zum lesen holen – und ein paar wasabi-chips. bis zum beginn des chluri-sternmarsches um 19.04 uhr konnte über die zeit und das budget verfügt werden.
ja, und dann standen wir bereits vor den lodernden flammen und machten ein gesicht. vor allem, weil das kafi nicht gut war. in zweiter linie, weil es wieder mal dem ende zuging und man noch so viele gemeinsame pläne hatte: ein auftritt, eine barfrequentierung, ein ohr voll guuggenmusik, ein chlurihüttenbesuch, eine shot-bestellung. und es blieb so wenig zeit.

so nimmt man es denn vorneweg. um 23 uhr, also zur prime-time, hatten wir unseren letzten auftritt der saison, aber auch unter tambourmajor ruben, der nächstes jahr wieder in den hinteren reihen stehen und von dort herumhuupen wird. die stimmung im forum kochte, war quasi schon am Überlaufen, und es machte unendlich viel spass, vor dem heimischen publikum bei so viel applaus und begeisterung aufzuspielen.

dann verteilten sich die baumänner, auch die frauen, und die letzte nacht der alten zeit stand uns offen. natürlich stellte man sich in richtung morgenstunden mal im chlurihüttli auf die bänke und versuchte, dem guuggimusikantenhimmel etwas näher zu kommen, obwohl man während der diesjährigen narrenzeit wieder einmal alles menschenmögliche unternommen hatte, um mit narrensicherer bestimmtheit dereinst im fegefeuer zu landen… der lebensmittelverantwortliche, küseler märk, verteilte noch ein paar fettige schuhsohlen, die nicht mehr bei allen anklang fanden und von denen keiner so genau wusste, woher sie kamen, der weisswein wollte auch nicht mehr so recht die kehle runtergleiten, und die reihen im raume lichteten sich langsam aber sicher. kein zweifel: der aschermittwoch ward auch dieses jahr unumgänglich wie das amen in der kirche und die bluet-suuger an der fasnacht. weil’s meistens sowieso nicht mehr besser wird, bläst man irgendwann zum rückzug, geht dorthin, wo man bis vor einer woche noch gewohnt hatte, wäscht sich die schminkresten aus dem gesicht, klaubt die konfetti aus den unterhosen und löscht das licht.

und dann asche auf das haupt.

noch 379 tage.